Ausgangslage Problemstellung
Wenn der Boden unter den Füßen schwankt. Eine Krebsdiagnose zieht uns von einer Sekunde auf die andere den Boden unter den Füßen weg. Nichts ist mehr, wie es war. Der Schock der Diagnose, die quälende Frage nach dem „Warum ich?“ und die plötzliche Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit lösen oft eine tiefe existenzielle Krise aus. In diesem Moment scheint die Welt stillzustehen, während sich die Gedanken in einer Spirale aus Angst, Wut und Hoffnungslosigkeit überschlagen.
Der medizinische Apparat beginnt sofort zu arbeiten: Operationen, Chemotherapien, Bestrahlungen. Inmitten dieser hochtechnisierten Abläufe bleibt die Seele oft auf der Strecke. Viele Betroffene fühlen sich als „Patient“ zwar medizinisch versorgt, aber als Mensch mit ihren Ängsten überwiegend allein gelassen.
Auch der Druck, für Angehörige „stark sein“ zu müssen oder den Erwartungen der Umwelt an ein „positives Denken“ zu entsprechen, wird oft zur belastenden Falle. Dazu kommen die physischen und psychischen Belastungen durch Behandlungen und Nebenwirkungen, die das Vertrauen in den eigenen Körper erschüttern können.
In meiner Praxis in Wesel-Flüren biete ich Ihnen den geschützten Raum, den das medizinische Versorgungs-System oft nicht zur Verfügung stellen kann: Einen Ort, an dem Sie das Unfassbare sortieren, Ihre Kraftquellen wiederentdecken und Ihren ganz persönlichen Weg durch die Erkrankung finden können.
Zielgruppe
Wer in meiner Praxis Unterstützung findet
Mein Angebot richtet sich an Menschen, die sich in einer außergewöhnlichen Lebenssituation befinden und professionelle, aber vor allem menschliche Begleitung suchen: Betroffene Erwachsene, Menschen mit einer Erstdiagnose, die den ersten Schock verarbeiten müssen, sowie Patienten in der Nachsorge oder in chronischen und palliativen Krankheitsphasen.
Menschen mit fortgeschrittenen Erkrankungen. Insbesondere Patienten, die wie ich mit Metastasen leben und jetzt lernen sollten, dem Leben trotz der Ungewissheit Raum zu geben.
Angehörige (Partner, Kinder, Eltern)
Eine Krebsdiagnose trifft nie nur die betroffene Person, sondern das gesamte soziale Gefüge. Angehörige leiden vielfach im Stillen mit und brauchen einen eigenen Raum, um ihre Ängste und die Belastung durch die Pflege oder die Sorge um den geliebten Menschen auszusprechen.
Suchende nach Orientierung
Menschen, die sich im Dschungel der medizinischen Möglichkeiten verloren fühlen und psychologische Unterstützung bei der Entscheidungsfindung benötigen – etwa vor dem Einholen einer ärztlichen Zweitmeinung, um die eigenen Bedürfnisse klarer zu spüren.
Mein therapeutischer Ansatz
Integrativ, individuell und wertschätzend
In meiner Arbeit folge ich dem Prinzip der Integrativen Psychotherapie. Das bedeutet, dass ich mich nicht starr an eine einzige Methode klammere, sondern aus einem „gut gefüllten Therapie-Werkzeugkasten“ genau die Instrumente wähle, die zu Ihrer Einzigartigkeit und Ihrer aktuellen Situation passen würden.
Klientenzentrierte Gesprächstherapie
nach Carl Rogers. Sprechenden Menschen kann geholfen werden, hat schon der Therapeut und Psychologe Carl Rogers zu seinem „Instrument“ gemacht.
Als zertifizierter Gesprächstherapeut
höre ich Ihnen aktiv zu. In unserer Zusammenarbeit bestimmen Sie das Tempo und den Tiefgang. Mein Ziel ist es, Ihnen mit unvoreingenommener Wertschätzung und Echtheit zu begegnen, damit Sie Zugang zu Ihren eigenen Gefühlen finden und Ihre Authentizität wiedergewinnen können.
Integrative Kognitive Verhaltenstherapie (IKVT)
Manchmal verstricken wir uns in negativen Denkmustern, die uns zusätzlich Kraft rauben. Gemeinsam hinterfragen wir diese Muster und erarbeiten hilfreiche, realistische Sichtweisen. Wir schauen nicht nur auf das Problem, sondern beziehen Ihr gesamtes Lebensumfeld mit ein, um ungesunde Verhaltensweisen / schädliche Glaubenssätze aktiv zu ent-lernen und durch stärkende neue Gewohnheiten zu ersetzen.
Psychoonkologische Betrachtung
Als Heilpraktiker für Psychotherapie mit 11 Jahren Praxiserfahrung und einem tiefen Erfahrungsschatz auf psychologische Themen sowie der Eigen-Erlebnisse habe ich Einblick in die medizinischen Abläufen, denen Sie ausgesetzt sein können.
Mein Fokus liegt daher ganz bei Ihnen als Mensch. Ich unterstütze Sie dabei, die psychischen Folgen der Erkrankung bewältigen und Ihre Resilienz stärken zu können.
Der Nutzen der Therapie
Was Sie gewinnen können. Die Zusammenarbeit mit mir zielt darauf ab, Ihre Lebensqualität trotz oder gerade wegen der Herausforderungen zu verbessern.
Entlastung durch den „ungeschönten Raum“
Hier müssen Sie keine Fassade wahren. Es gibt Platz für Wut, Trauer und die Angst vor dem Tod – Gefühle, die man seinem Umfeld oft nicht zumuten möchte.
Umgang mit Ängsten
Wir arbeiten gezielt an der Bewältigung von Progredienzangst (der Angst vor dem Fortschreiten der Krankheit) sowie der Panik vor Untersuchungen und Befunden.
Wiedergewinnung von Selbstwirksamkeit
Sie lernen, wie Sie trotz der medizinischen Abhängigkeit die psychische Kontrolle bewahren und wieder zum Akteur in Ihrem eigenen Leben werden können.
Offenheit bei Tabuthemen
Gerade bei Männer-Erkrankungen wie Darm- oder Prostatakrebs sind Themen wie Stoma, Inkontinenz oder der Verlust von Männlichkeit oft schambesetzt. In meiner Praxis gibt es keine Tabus – wir sprechen offen darüber. Selbstverständlich finden Frau mit ihren Krebs-Themen die gleichen Hilfsangebote.
Neuorientierung
Wir finden gemeinsam heraus, was für Sie heute – in diesem Moment – wichtig und sinnvoll ist, um die Zeit kraftvoll zu gestalten.
Warum sollten Sie sich für meine Praxis in Wesel-Flüren entscheiden?
Es sind zwei Perspektiven, die ich hervorheben möchte:
Ich bin „Helfender“ und jetzt auch „Betroffener“: Ich kenne beide Seiten des Themas.
Seit über 11 Jahren begleite ich Menschen professionell durch Krisen. Doch meine wichtigste Fortbildung war eine, die ich mir nicht ausgesucht habe: Durch meine eigene Erkrankung an Darm- und Prostatakrebs mit Metastasen habe ich am eigenen Leib die Seite des Betroffenen kennen gelernt. Ich kenne die Wartezimmer, die OP-Säle, die verschiedenen Ärzte und ihre Spezialisierung und die nervige Ungewissheit, wie geht es weiter, aus eigenem Erleben.
Verstehen, ohne erklären zu müssen.
Sie müssen mir nicht mühsam beschreiben, wie sich die körperlich und psychische Niedergeschlagenheit (Fatigue) z. B. nach der Chemo anfühlt oder wie die Nächte vor dem nächsten CT sind oder was erwartet mich bei der Strahlentherapie – ich habe es erlebt. Diese Authentizität ermöglicht mir die Begegnung auf Augenhöhe, bei der ich Ihnen die Hand als Weggefährte reiche, der in dem „Gelände“ unterwegs ist.
Regionale Nähe und hürdenlose Erreichbarkeit
Meine Praxis liegt im ruhigen und grünen Wesel-Flüren, einem Ort der Ruhe und Klärung.
Barrierefreiheit
Meine Räumlichkeiten sind gut erreichbar über vier Stufen zur Haustür im Parterre.
Hausbesuche
Da ich weiß, wie viel Kraft der Weg zur Therapie kosten kann, biete ich für Patienten in Wesel und Umgebung auch Hausbesuche an.
Online-Sitzungen
Wenn ein Besuch vor Ort gesundheitlich nicht möglich ist, können wir nach einen ersten Vis-a-Vis-Kennenlernen uns auch per Videosprechstunde begegnen.
Handeln Sie heute – der erste Schritt zum Kontakt
Ein kurzes Telefonat oder eine E-Mail erfordert Mut, aber Sie können nur gewinnen. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie ich Sie unterstützen kann. Ich biete Ihnen ein unverbindliches Erst-Telefonat an.
Lassen Sie uns darüber Sprechen.
Nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten für Ihre unverbindliche Terminanfrage!
Gerne per eMail: termin@hphippler.de
oder Sie rufen gleich an. Das ist das einfachste
für eine
Terminabsprache: 0163 6071760
Rechtlicher Hinweis:
Mein Angebot umfasst ausschließlich psychotherapeutische Unterstützung nach dem Heilpraktikergesetz begrenzt auf das Gebiet der Psychotherapie. Ich biete keine medizinische oder onkologische Behandlung an.